Referenzbeispiel

Kiebitzkartierung im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm

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Aufforstungsmaßnahmen in Agrarfluren und in den Talräumen von Paar und Ilm stellen eine Gefährdung für Vorkommen des Kiebitz (Vanellus vanellus) und anderer Wiesenbrüter dar. Während die Bestände des Großen Brachvogels von engagierten Naturschützern sehr intensiv beobachtet werden, sind die Kenntnisse über die Vorkommen des Kiebitz im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm lückenhaft.

Unser Büro wurde im Frühjahr 2012 von der Regierung von Oberbayern in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises beauftragt, die aktuellen Bestände des stark gefährdeten Kiebitz in allen geeigneten Lebensräumen des Landkreises zu kartieren. Dies sind im Wesentlichen die feuchten Niederungen der Donau bei Vohburg, die Talräume von Paar und Ilm sowie das Feilenmoos im Umfeld des Standortübungsplatzes der Bundeswehr.

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Nach den Erfassungen zwischen März und Juni konnten insgesamt 55 Vorkommen mit etwa 115 Kiebitz-Brutpaaren gezählt werden. Zusätzlich wurden auch die übrigen Wiesenbrüter wie zum Beispiel der Große Brachvogel (Numenius arquata) und die Bekassine (Gallinago gallinago) mit erfasst.

Schwerpunktvorkommen des Kiebitz und des Großen Brachvogels liegen unter anderem in den Agrarfluren westlich der Paar zwischen Hohenwart und Freinhausen. Da dort ein Fahrradweg realisiert werden soll, wurde von unserem Büro außerdem eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) zu drei Trassenvarianten dieses Radweges durchgeführt. Mit Hilfe der saP soll eine naturverträgliche Lösung mit möglichst geringer Beeinträchtigung der Bestände von Kiebitz, Brachvogel und weiterer Arten gefunden werden.

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